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Dos & Don'ts für Ihren Onlineshop

Shopsysteme sind zahlreich vorhanden – das "richtige" zu finden ist allerdings gar nicht so leicht. Denn eine Pauschallösung existiert nicht. Was muss ein Shopsystem können, welches Bundle bietet das beste Setup und was kostet mich das?

Dos & Don'ts für Ihren Onlineshop

Shopsysteme sind zahlreich vorhanden – das "richtige" zu finden ist allerdings gar nicht so leicht. Denn eine Pauschallösung existiert nicht. Was muss ein Shopsystem können, welches Bundle bietet das beste Setup und was kostet mich das? Auf Basis dieser "Queries" wird meistens das passende Shopsystem ausgewählt. Worauf sollten Sie achten? Hier ein Überblick.

Inventur und Bestandsaufnahme

Die Planungsphase sollte mit einem konzentrierten Faktencheck beginnen. Was will ich? Was brauche ich? Welche Ressourcen und Manpower kann ich aufwenden? Was kann ich in Eigenregie leisten und was sollte ich an Profis outsourcen?

Die Analyse des Ist-Zustandes ist enorm wichtig. Mit ihr steht und fällt das Projekt. Dieser Prozess stellt die Weichen für die Zukunft des Shops. Was hier versäumt wird, muss später umständlich und mit viel Energie aus- und nachgebessert werden.

B2B oder B2C?

Wenn auch nicht im eigentlichen Sinne Teil der Bestandsaufnahme, ist das gewählte Business-Modell trotzdem entscheidend in der Planungsphase. Es spielt nämlich durchaus eine Rolle, ob man als Unternehmen den B2B- oder den B2C-Commerce bedient. Also muss die Frage beantworten werden: Verkaufe ich meine Dienstleistung oder ein Produkt an den Endkunden oder eine andere Organisation?

Infrakstruktur

Wie ist mein Unternehmen grundsätzlich aufgestellt? Müssen Prozesse gänzlich neu geplant und konzeptioniert werden oder reicht es womöglich, bereits vorhandene Strukturen und Workflows zu optimieren? Das Thema Infrastruktur ist ein ebenso kritischer Faktor wie die eigentliche E-Commerce-Strategie, die die Ziele und (Wunsch-)Resultate definiert.

Rechtliche Kriterien

Die rechtlichen respektive gesetzlichen Anforderungen an ein Shopsystem können je nach Branche variieren. Und spätestens seit Inkrafttreten der Datenschutzverordnung (DSGVO) im Jahr 2018 sind beispielsweise Serverstandort und Datenverarbeitung besonders heikle und sehr sensible Themen. Wie schaut es beispielsweise in Sachen Haftung, Verantwortung, Vorschriften und Normen sowie Sicherheit im Allgemeinen und Cyber-Attacken im Speziellen aus?

Die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein. Anders geht es nicht. Denn Recht und Ordnung schützen natürlich Kunden*innen sowie Shopbetreiber*innen gleichermaßen vor Betrug und Missbrauch. Wer einen Shop aufbaut, sollte sich für rechtliche Belange an einen Spezialisten wenden.

Technisches Grundgerüst

Das technische Grundgerüst wird schon in der Planungsphase definiert, dann wenn Strategie und Geschäftsmodell bestimmt werden. Soll es ein eigener Shop sein? Geht die Tendenz eher Richtung Marktplätze? Sollte ich vielleicht sogar mehrgleisig fahren? Sprich: Kann der eigene Onlineshop eventuell an Plattformlösungen und Marktplätze wie Amazon oder eBay angebunden werden?

Prinzipiell punkten Marktplätze mit einer bestehenden Infrastruktur und überschaubaren Kosten, zwingen E-Tailer aber auch in ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis. Der eigene Shop erlaubt und garantiert wiederum die individuellen Freiheiten und Unabhängigkeit von Dritten, ist jedoch mit deutlich mehr Kosten und Aufwand verbunden. Die Entscheidung darüber ist im Einzelfall zu bewerten. Für Einsteiger bietet es sich dennoch an, vor allem zu Beginn auch auf Marktplätze zu setzen. Es kann aber auch bewusst Teil der Strategie dies nicht zu tun. Zum Beispiel dann, wenn man eine gewisse Exklusivität beibehalten will.

Shopsysteme

Die Ansprüche an ein Shopsystem hängen von den spezifischen Notwendigkeiten des Geschäftsmodells ab. Zu den wichtigsten Kriterien eines Shopsystems zählt zweifelsohne der Funktionsumfang. Also die Bedienbarkeit von Front- und Backend, Tools- und Features, Produktdarstellung, Mehrsprachigkeit, intelligente Suche, APIs und Schnittstellen, Logistik, ERP und CRM, SEO-Funktionen, Erweiterbarkeit et cetera.

Wie hoch ist das Budget beziehungsweise welches System ist das (Kosten-)Modell der Wahl? Ein einfaches Baukastensystem "Software as a Service" (SaaS) oder doch eher eine "On-Premise" E-Commerce-Komplettlösung? Also ein Abo- respektive Mietshopsystem (SaaS), ein Kaufsystem (On-Premise-Lösungen) oder eventuell doch ein Open-Source-System? Kann die Lösung an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden und sich mit dem Webshop entwickeln? Ist das Shopsystem fit für den Cross-Border-Commerce? Denn auch für den internationalen E-Commerce braucht's entsprechende Lösungen.

Wie ist's um die Usability des Back- und Frontends bestellt? Für Händler*innen ist es schließlich das täglich Handwerk; und für Onlineshopper*innen ist eine komfortable Usability gerade in Sachen Customer Journey und User Experience ein wichtiger Multiplikator. Dafür sind viele weitere Fragen zu klären. Welche Bezahlverfahren beziehungsweise welche Payment-Service-Provider lassen sich in das Shopsystem integrieren? Können ganz allgemein "Third Party Providers" (TPPs), also externe Drittanbieter wie beispielsweise Logistikdienstleister et cetera über entsprechende Tools eingebunden werden? Kann die Shop-Navigation den eigenen Vorstellungen angepasst werden? Lassen sich Layout und Templates individuell designen und gestalten? Ist das Design responsive? Auch das Hosting (Webspace, Domains et cetera) muss berücksichtigt werden.

Marketing und SEO-Optimierung

Social-Media-Kampagnen können sich als rentable Umsatzbooster erweisen. Welche sozialen Kanäle können bespielt werden und welche Boards lassen sich hierfür einbinden? Auch Marketing-Tools (zum Beispiel Newsletter Marketing) sind wichtige Werkzeuge und daher womöglich relevant. Und Content Marketing ist mit Blick auf den übersättigten Werbemarkt für klassisches Marketing in Sachen Effektivität und Aufwand ohnehin mehr als nur eine Alternative.

Fakt ist, dass ein erfolgreiches E-Commerce-Management auch ein professionelles SEO-Konzept braucht. Doch worauf achten? "Duplicate Content" vermeiden, Domain-Konzept (schon mal was vom hreflang-Attribute gehört?) entwickeln, Keyword-Recherche und Metadaten pflegen. Für den Anfang wäre das nicht schlecht. Fakt ist jedenfalls: Für Onlineshops wird Suchmaschinenoptimierung zur Königsdisziplin. Wer oder wessen Shop in Deutschland nicht über Google (in der Regel maximal bis Seite 2) gefunden wird, existiert nicht. Die konsequente Optimierung aller Inhalte (Schrift und Bild) für die Suchmaschine ist also viel mehr als ein notwendiges Übel. Wer ins Ausland verkaufen möchte sollte hier die lokalen Gewohnheiten kennen. Andere Länder, andere Suchmaschinen. Mit den Voraussetzungen und Anforderungen an Content des jeweiligen Anbieters sollte man sich unbedingt vertraut machen. Im Idealfall plant man für diese Arbeit gleich mehrere Personen ein.

Fazit

Das Shopsystem ist der Motor eines erfolgreichen Webshops. Dabei erfordern die immer wachsenden Ansprüche in Richtung Infrastruktur, Leistungsumfang und -fähigkeit sowie die Usability von Onlineshops permanente Optimierung. Innovationen, Flexibilität, Funktionalität und Konnektivität sind hier mehr als bloße Buzzwords. Ein Fragenkatalog in Form einer Checkliste kann bei der Identifizierung eines Shopsystems durchaus hilfreich sein. Wobei es hier kein richtig oder falsch gibt, sondern nur passend oder nicht.

Bildnachweis Unsplash.com: Photo von @ashishjha


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