
Eine Etappe, die zu meistern ist
Zwei junge Studenten wollen Fahrräder verkaufen – zu fairen und günstigen Preisen. So fing 1994 alles an. Mittlerweile verkauft das aus dieser Idee entstandene Unternehmen Lucky Bike deutschlandweit aktuell in 40 Filialen und im eigenen Onlineshop – Beratung, Serviceleistungen und Teststrecken inklusive.
Dabei kannibalisieren sich das Onlinegeschäft und die Filialen nicht, sondern ergänzen sich sinnvoll und bieten den Kunden ein deutliches Service-Plus.
Das Konzept kommt an – nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei Branchenexperten. Lucky Bike konnte den Shop Usability Award in der Kategorie “Bester Onlineshop – Freizeit, Hobby und Haustier” einheimsen. Schon bei diesem ausgezeichneten Shop hatten wir unsere Finger mit im Spiel.
Doch wie jeder Fahrrad-Rennsportler weiß: einmal vorne sein reicht nicht. Vorne bleiben ist die Herausforderung. Und so hat sich Lucky Bike nach dem Erfolg nicht zurückgelehnt, sondern alle Weichen dafür gestellt, weiterhin vorne zu bleiben. Mit einem allumfassenden Omnichannel-Modell, das Verkauf, Einkauf, Filiale und Logistik unter einen Hut bekommt. Und das ließ sich mit dem damaligen Setup nicht mehr umsetzen. Zu klein, zu eng, zu ausgereizt … etwas Neues musste her.
Omnichannel im Fahrradhandel: Ausgangslage
Lucky Bike verkauft Fahrräder, Zubehör und Service in über 40 Filialen in Deutschland und online. Filiale und Website gehören für die Kundschaft zusammen, deshalb müssen Sortiment, Bestände und Beratung auf beiden Wegen dieselben sein.
Seit 2018 betreut KOSMONAUT die E-Commerce-Plattform von Lucky Bike. Die bestehende OXID-Installation lief damals stabil, kam mit dem Wachstum aber an ihre Grenzen: Lastspitzen bei Aktionen, neue Funktionen nur mit viel Aufwand, Filialen und Systeme nicht auf einem Datenstand. Gesucht war eine OXID-Plattform, die mit dem Filialnetz wächst, ohne bei jedem neuen Bedarf neu gebaut zu werden. Am Anfang stand deshalb eine gemeinsame Bestandsaufnahme aller Touchpoints und Schnittstellen, so wie wir sie heute im System-Audit anbieten.
Antares Design System

Die E-Commerce-Architektur: OXID 7, Antares und DataHub
Im September 2024 hat Lucky Bike auf OXID 7 gewechselt. Wir haben das Upgrade Schritt für Schritt umgesetzt: neue Architektur, Anbindung der Filialen, Arbeit an der Performance. Das Frontend läuft auf Antares, mobile first gebaut, und Inhalte pflegt das Lucky-Bike-Team im Visual CMS selbst. Wie wir solche Upgrades angehen, beschreibt unsere Seite zu OXID-7-Upgrades und OXID-Plattformen.
Für den Datenaustausch sorgt der DataHub. Er verbindet die Plattform mit dem ERP auf AS400 und mit plentymarkets für die Marktplätze. Mehr dazu auf den Seiten zu Schnittstellen und Middleware und zur plentymarkets-Anbindung.
Betrieben wird die Plattform auf verteiltem Hosting, gemeinsam mit unserem Partner ScaleCommerce.
Beratung und Leasing direkt auf der Plattform
Was die Architektur möglich macht, sehen Kundinnen und Kunden an zwei Stellen. Der Lucky Guide bündelt die Online-Beratung: den Bike-Finder, der mit wenigen Fragen zu Einsatz und Budget passende Modelle vorschlägt, einen Rahmengrößen-Rechner und den Bike-Guide, den KOSMONAUT entwickelt hat. Suche und Bike-Finder laufen über Zoovu.
Beim Fahrrad-Leasing fordern Kundinnen und Kunden ihr Angebot direkt aus dem Warenkorb an. Leasingrechner und Angebotsstrecke haben wir als eigene Microservices gebaut. Sie laufen neben dem Kern der Plattform und lassen sich unabhängig davon weiterentwickeln.
Gemeinsam mit KOSMONAUT konnten wir den anspruchsvollen Relaunch erfolgreich meistern. Durch das hohe Engagement und die E-Commerce Erfahrung von KOSMONAUT, war die Zusammenarbeit sehr konstruktiv und stets auf Augenhöhe. Vom ersten Kick Off bis zum Go Live fühlte sich das Lucky Bike Team insgesamt gut aufgehoben und blickt auf eine spannende Zeit zurück.

Ergebnis: Filiale und Online auf einer voll integrierten, stabilen Plattform
Die Filialen und der Online-Kanal von Lucky Bike arbeiten heute wie ein Geschäft. Sie greifen auf einen gemeinsamen Warenbestand zu, und Kundinnen und Kunden können ein Rad online oder in der Filiale auswählen, beraten lassen, kaufen oder leasen, ohne dass Sortiment und Bestände auseinanderlaufen. Alle Systeme sind voll integriert: Plattform, ERP, Warenwirtschaft und Marktplätze tauschen ihre Daten automatisch aus. Neue Funktionen kommen als eigene Bausteine dazu, ohne dass der Kern der Plattform angefasst werden muss. Die Plattform läuft stabil, auch wenn Aktionen viele Besucherinnen und Besucher gleichzeitig bringen. Das Ergebnis in Zahlen: Der Online-Umsatz ist heute fünfzehnmal so hoch wie 2019, als KOSMONAUT die OXID-Plattform übernommen hat (Stand: September 2026). Für Händler mit Filialnetz zeigt der Case, dass sich eine bestehende OXID-Plattform über Jahre weiterentwickeln lässt, statt sie alle paar Jahre komplett zu ersetzen.

Häufige Fragen an eine OXID-Agentur
Eine OXID-Agentur plant, entwickelt und betreibt E-Commerce-Plattformen auf Basis von OXID eShop. Dazu gehören Architektur, Frontend, Schnittstellen zu ERP und Warenwirtschaft, Upgrades auf neue OXID-Versionen und der laufende Betrieb. Eine gute OXID-Agentur begleitet eine Plattform über Jahre, von der ersten Bestandsaufnahme, Strategie, Entwicklung und Betrieb.
Achten Sie auf Referenzen, die Jahre nach dem Go-live noch von derselben Agentur betreut werden, und auf Erfahrung mit Schnittstellen zu Ihrem ERP. Fragen Sie nach zertifizierten OXID-Entwicklern, nach dem Plan für kommende Upgrades und danach, wer die Plattform nach dem Launch betreibt.
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Welche Module, Schnittstellen und Anpassungen gibt es, und was davon wird noch gebraucht? Danach folgen die neue Architektur, die Anpassung von Frontend und Modulen, Tests und der Wechsel. Wie lange das dauert, hängt vor allem von Zahl und Alter der Schnittstellen ab. Das Upgrade lässt sich in Schritten planen, ohne die Plattform komplett neu zu bauen.
Über Schnittstellen, die Artikel, Bestände, Preise und Aufträge zwischen den Systemen austauschen. KOSMONAUT nutzt dafür den DataHub, ein eigenes Schnittstellen-Framework für OXID. Er bindet ERP-Systeme an, auch ältere wie AS400, und Warenwirtschaften wie plentymarkets für den Verkauf auf Marktplätzen.
Technisch mit sauberen URLs, schnellen Ladezeiten und strukturierten Daten, inhaltlich mit Seiten, die konkrete Fragen beantworten. Für KI-Antworten zählt, dass Fakten wie Plattform, Jahr und Ergebnis in klaren, zitierfähigen Absätzen stehen. KOSMONAUT verbindet OXID-Entwicklung und SEO in einem Team, damit Technik und Inhalte zusammenpassen.
Das hängt von Ihren Prozessen ab, nicht von der Software allein. OXID eignet sich gut für komplexe Abläufe, etwa Omnichannel mit Filialen oder B2B mit eigener Preislogiken und Einkaufsprozessen. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über mehrere Jahre, inklusive Schnittstellen, Upgrades und Betrieb. KOSMONAUT arbeitet mit beiden Systemen und empfiehlt nach einer Bestandsaufnahme und Ihrer E-Commerce Strategie in der Zukunft.
Antares ist die UX-Frontend-Suite, die KOSMONAUT für OXID entwickelt hat. Sie liefert mobil optimierte Komponenten für das Frontend, damit Projekte nicht bei null starten und Upgrades planbar bleiben.
OXID läuft auf eigenen Servern, in der Cloud oder bei spezialisierten Hosting-Partnern. Entscheidend sind die Last bei Aktionen, die Ausfallsicherheit und die Frage, wer im Fehlerfall reagiert. KOSMONAUT betreibt Plattformen gemeinsam mit Partnern wie ScaleCommerce auf verteiltem Hosting.





